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Fell

Im Winter und auch im Sommer ist das Fell der Braunbären dicht und rau, zudem schützte es im Sommer vor Parasiten. Die Fellfarbe der Braunbären hängt vom Verbreitungsgebiet ab. Die Farben reichen von verschiedenen Brauntönen bis hin zu fast schwarz. Viele amerikanische Braunbären haben beispielsweise graue Fellspitzen, weshalb sie Grizzlybären (Graubären) genannt werden.

 



Feinde    

Feinde haben ausgewachsene Braunbären kaum. Jungbären leben jedoch sehr gefährlich. Meist werden sie- vor allem in der Paarungszeit- von erwachsenen männlichen Tieren attackiert und getötet.
Die größten Feinde der Bären sind Menschen, die sie seit Jahrhunderten zu Unterhaltungs-, Zier- oder Medizinzwecken jagen und aus ihrem ursprünglichen Lebensraum vertreiben. In vielen Gegenden sind die Braunbären stark bedroht oder bereits ausgerottet.
In der Wildnis greifen Bären Menschen selten an; in der Regel ziehen sich die Bären zurück, wenn sich ein Mensch nähert. Nur wenn Bären Nachwuchs haben, verletzt sind oder die Nahrung gefährdet ist, kommt es zu Konflikten mit den Menschen; meist mit tödlichem Ausgang.

 



Fortpflanzung    

Ein Braunbärenweibchen ist nur alle zwei bis fünf Jahre empfängnisbereit. Das Bärenmännchen nimmt dann die Duftspur auf und folgt dem Weibchen. Meist sind mehrere Männchen an der Paarung beteiligt.
Ist die Paarung erfolgt, entwickeln sich die Eizellen beim Bärenweibchen bis zur Teilung, danach bleiben sie bis zum Herbst unverändert. Erst nachdem die Bärenmutter Nahrung gesammelt und sich Winterspeck zugelegt hat, entwickeln sich die Eizellen weiter. Im Winter werden meist ein bis drei Junge zur Welt gebracht.

 



Füße  

Braunbären besitzen breite, platte Füße mit fünf Zehen und kräftigen Krallen. Die Vorderfüße setzen sie geschickt zum Fangen ihrer Beute, zum Graben nach Wurzeln und Insekten und zum Klettern auf Bäume ein. Die Krallen an den Hinterfüßen sind kürzer als die Krallen an den Vorderfüßen und sind im Gegensatz zu den Krallen der Katzen nicht einziehbar.
Bären sind Sohlengänger - sie laufen auf den Fußsohlen. Stützen sich Bären auf den Hinterfüßen ab und richten sich auf, tun sie dies, um sich besser umzuschauen, einem Feind zu drohen oder an etwas heranzukommen.

 



Futtermenge  

Die Futtermenge der Bären hängt von den Jahreszeiten ab. Im Frühling fressen die Bären bis zu 5 kg pro Tag. Über den Sommer steigert sich die Menge auf 12 kg. Im Herbst ist die Futtermenge mit bis zu 20 kg am Tag größten. In dieser Zeit fressen sich die Bären den Winterspeck an und steigern ihr Gewicht um 1/3. Im Winter fressen die Bären aufgrund ihrer Winterruhe nur sehr wenig (max. bis 5 kg am Tag).


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