Letzte Serbische Zirkusbären gerettet

2017-12-04
Am 4. Dezember betraten die Bärengeschwister zum ersten Mal ihr Freigehege.
© BÄRENWALD Müritz / Gisela Hentschel

Bereits am 29. November kamen die letzten beiden serbische Zirkusbären nach mehrstündiger Fahrt im BÄRENWALD Müritz an.

Am Montag, dem 4. Dezember, betraten die beiden 14 Jahre alten Bärengeschwister, die auf einem Zirkusgelände in einem winzigen Gitterkäfig hausten, nun zum ersten Mal ihr neues Freigehege an der Müritz.

 

Es sind die letzten serbischen Zirkusbären. Seit 2009 gilt in Serbien ein Wildtierverbot im Zirkus, seitdem mussten die beiden Bären nicht mehr auftreten.

 

Die Behörden beschlagnahmten die Bären im Oktober 2016 und brachten sie übergangsweise im Zoo der Hauptstadt Belgrad unter. Nun hat ein Gericht die rechtmäßige Konfiszierung der Tiere bestätigt. Anlässlich der Rettungsaktion appelliert VIER PFOTEN eindringlich an die deutsche Bundesregierung, auch hierzulande endlich ein Wildtierverbot für Zirkusse zu beschließen.

 

 



© BÄRENWALD Müritz / Gisela Hentschel

 

Carsten Hertwig, Geschäftsführer des BÄRENWALD Müritz, erklärt:

"Bereits seit Jahren verfolgen wir das traurige Schicksal dieser Bären. Daher hatten wir auch angeboten, die Tiere im Falle einer Konfiszierung zu übernehmen. Leider hat es durch die langen Gerichtsverhandlungen etwas gedauert, bis die beiden Bären überführt werden konnten. Umso glücklicher bin ich jetzt, sie hier im BÄRENWALD Müritz begrüßen zu können. So ein Happy End wünschen wir uns auch für die vielen anderen Wildtiere, die heute noch in deutschen Zirkussen leiden."

 

Weitere Tierarzt-Untersuchungen werden nötig sein

Der Bärin fehlen an der vorderen linken Tatze einige Zehen und ein großes Stück Haut. Vermutlich ist sie mit der Tatze einmal in ihrer Käfigtür hängengeblieben. Aufgrund dieser Verletzung belastet sie das Bein nicht, und als Folge der gekrümmten Haltung sind die Sehnen verkürzt. Tierärzte des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) werden die Tatze bei der nächsten Tierarzt-Visite genauer untersuchen. Momentan läuft die Bärin trotz der Behinderung gut.



© BÄRENWALD Müritz / Gisela Hentschel

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