Trauer um Hanna

2018-09-05

Wir trauern um Hanna



© BÄRENWALD Müritz/Sascha Koppelmann

Hamburg/Stuer, 09. Mai 2018 – Heute mussten wir schweren Herzens Abschied von unserer Bärin Hanna nehmen. Die sensible und ängstliche Bärin lebte vier Jahre bei uns im BÄRENWALD Müritz. Hanna wurde 26 Jahre alt.

 

Sabine Steinmeier, Cheftierpflegerin im BÄRENWALD Müritz trauert um Hanna: „Zuletzt konnte Hanna ihre beiden Hinterbeine nicht mehr bewegen. Der Tierarzt verabreichte ihr Schmerzmittel, dann sind wir mit Hanna in das Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gefahren. Nach den Untersuchungen mussten wir die traurige Entscheidung treffen, sie einzuschläfern. Es ist gut zu wissen, dass Hanna noch vier wunderschöne Jahre im BÄRENWALD verbringen konnte. Wir alle werden sie sehr vermissen. “

 

Marc Gölkel, Veterinärmediziner am Leibnitz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), Berlin: „Die CT-Untersuchung von Hanna hatte ergeben, dass sie an mehreren Bandscheibenvorfällen gelitten hat sowie an zahlreichen anderen degenerativen Wirbelsäulenveränderungen. Diese Befunde in Kombination mit der bereits bekannten Nasenschleimhautentzündung und einer hochgradigen Handwurzelarthrose waren allesamt extrem schmerzhaft und beeinträchtigten ihre Mobilität und ihr Wohlbefinden, sodass wir sie von ihrem Leid erlösen wollten.“

 

Hanna kam am 31. März 2014 zu uns in den BÄRENWALD Müritz.

Davor lebte sie im Tierpark Wolgast in einer typischen Bärenburg aus den 1960er Jahren. Obwohl sie bei einer Größe von 1,70 m und nur 150 Kilo Gewicht für einen Bären recht zierlich war, wurde sie 22 Jahre lang für ein Männchen gehalten – Hannes. Die Wahrheit kam bei der Überführung in den BÄRENWALD heraus: Als die Tierärzte Hannes nach der medizinischen Untersuchung kastrieren wollten, stellte sich heraus, dass er ein Weibchen ist – Hanna.

 

Im BÄRENWALD Müritz konnte Hanna in ihrem 7.500 Quadratmeter großen artgemäßen Gehege ihr natürliches Verhalten ausleben und hatte auch zahlreiche Möglichkeiten, sich zurückzuziehen, Höhlen zu graben und im Teich zu baden. So konnte sie in ihren letzten vier Lebensjahren ihre natürlichen Instinkte wiederentdecken und ein bärengerechtes Leben führen.


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