Neues Bärenhaus mit Separationsmöglichkeiten



© BÄRENWALD Müritz / Sabine Steinmeier

Noch bessere Betreuung für unsere Bären

In den letzten Monaten ist am Gehege von Siggi und Balou das erste Bärenhaus im BÄRENWALD Müritz entstanden.

Um unsere Bären eine intensivere Betreuung im Krankheitsfall oder Alterspflege gewährleisten zu können, ist das erste Bärenhaus als Separationsmöglichkeit ein weiterer Zusatz zu den bereits vorhandenen Vorgehegen.

 

Das Bärenhaus, ca. 21 Quadratmeter groß, besteht aus mehreren Boxen, diese können einzeln verschlossen werden - lassen sich aber ebenso durch geöffnete Tore von den Bären im gesamten nutzen. Zum Bärenhaus gehört ebenso ein Minisektor, in dem der Bär sich frei bewegen kann.


Was sind Bärenhäuser und aus welchem Grund entstehen sie?

 

Ein großer Vorteil der Bärenhäuser ist, dass sie vielseitig genutzt werden können. Zum einen erleichtern sie unseren Neuankömmlingen die Anpassung an ihr neues Umfeld, das für sie zunächst noch völlig ungewohnt ist; gerade für die Bären, die Jahre oder jahrzehntelang lediglich auf Beton gelebt haben, sind die vielen neuen Eindrücke (Gerüche, Geräusche und Vegetation) zunächst oft beängstigend. Die Bärenhäuser bieten diesen Bären die Möglichkeit, sich bei Bedarf jederzeit zurückziehen zu können. So bekommen die Bären ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit, was ihnen das Einleben im neuen Zuhause deutlich erleichtert. Gerade zu Beginn ihres Aufenthalts, aber auch in späteren möglichen Stresssituationen, nutzen die Bären die zusätzlichen Unterkünfte somit immer wieder als Anlaufstelle und vertrauten Bezugspunkt. Kurz zusammengefasst, stellt das Bärenhaus somit für den Bären die erste und bleibende positive Verknüpfung mit seinem Gehege dar.


© BÄRENWALD Müritz / Sabine Steinmeier

Zum anderen dienen die Bärenhäuser auch als Quarantänestation für ältere und/oder kranke Bären, die zur besseren Behandlung stärker beobachtet und getrennt von den anderen Bären behandelt werden müssen. Diese zusätzlichen Unterkünfte tragen zur Entspannung der Situation und Verbesserung des Bärenmanagements bei. Die Arbeit wird den Pflegern und Veterinären dabei wesentlich erleichtert durch das Schiebersystem, das es ermöglicht, die Bären fernab von ihren Artgenossen und vor allem auch fernab des Besuchersichtfelds zu behandeln und zu pflegen. Auch das für Untersuchungen z. T. notwendige Narkotisieren der Bären wird den Anästhesisten dadurch erleichtert, dass sie den Bären jetzt aus kurzer Distanz mit einem Betäubungspfeil ruhig stellen können. Dies reduziert auch den Stress für die Tiere erheblich.


Speziell für die Pfleger erleichtern die Bärenhäuser außerdem auch das Absperren der Tiere für die Montage bzw. die Bereitstellung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten und Umweltreize (z. B. in Form von Kräutern) Diese sog. Enrichmentmaßnahmen sind von großer Bedeutung, sie fördern das natürliche Verhalten der Bären (Nahrungssuche, Graben, Klettern) und beugen Langeweile und daraus resultierenden Verhaltensstörungen vor.

Im Winter stellen die Bärenhäuser eine zusätzliche Separiermöglichkeit für ältere Tiere dar, die ihre Winterruhe nicht in einer der zahlreichen Höhlen im Gelände, sondern lieber im Warmen und Trockenen verbringen möchten. Gerade die Bären, die altersbedingte Leiden wie Muskel- und Gelenkschmerzen, oder Beschwerden der Wirbelsäule haben, nehmen diese Möglichkeit, sich zurückzuziehen, gerne wahr.



© BÄRENWALD Müritz / Sabine Steinmeier

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