BÄRENWALD Müritz: Trauer um die älteste Bärin

Braunbärin Susi ist an Nierenversagen gestorben

26.3.2018

Hamburg, 26.03.2018 – Letzte Woche Donnerstag nahmen die Tierpfleger im BÄRENWALD Müritz Abschied von der Bärin Susi. Sie starb an Nierenversagen nach kurzer Krankheit. Die ruhige Bärin hatte einen besonderen Bezug zu ihren langjährigen Tierpflegerinnen und war sehr auf sie geprägt. Susi lebte bereits seit über zehn Jahren im BÄRENWALD Müritz und war die älteste Bewohnerin des Bärenschutzzentrums, das von der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN betrieben wird. Sie wurde 37 Jahre alt.

„Die Untersuchungen zeigten, dass ihre Nieren versagten und wir mussten die traurige Entscheidung treffen, sie einzuschläfern. Es ist gut zu wissen, dass Susi noch elf wunderschöne Jahre im BÄRENWALD verbringen konnte. Als sie zu uns kam, war sie schon ein alter Bär und hat mit ihrem langen Leben bewiesen, dass man auch einen alten Bären umsiedeln und er noch ein gutes Leben im BÄRENWALD haben kann. Mit ihr haben wir einen besonders wichtigen Bewohner des BÄRENWALD Müritz verloren. Wir alle werden sie sehr vermissen.“

Sabine Steinmeier, Cheftierpflegerin im BÄRENWALD Müritz trauert um ihre älteste Bärin

VIER PFOTEN brachte Susi im Jahr 2007 in den BÄRENWALD Müritz, um ihr hier ein neues Zuhause zu geben. Davor lebte sie in sehr beengten und ausgesprochen schlechten Verhältnissen im Stadtzwinger in Merseburg. Mit nur rund 320 Quadratmetern war dort eine artgerechte Haltung unmöglich. Im BÄRENWALD Müritz dagegen konnte sie in ihrem ca. zwei Hektar großen artgemäßen Gehege ihr natürliches Verhalten ausleben und hatte auch zahlreiche Möglichkeiten, sich zurückzuziehen, Höhlen zu graben und im Teich zu baden. So konnte sie in ihren letzten elf Lebensjahren ihre natürlichen Instinkte wiederentdecken und ein bärengerechtes Leben führen.

Über den BÄRENWALD Müritz

Der BÄRENWALD Müritz kümmert sich seit mittlerweile elf Jahren um Bären, die aus schlechten Haltungsbedingungen stammen. Im BÄRENWALD Müritz haben die Braunbären insgesamt 16 Hektar Platz und somit genug Gelegenheit, sich zurückzuziehen und nicht nur den Parkbesuchern, sondern auch einander aus dem Weg zu gehen, wenn sie es wollen. Zudem ist die ihnen zur Verfügung stehende Fläche bewusst naturbelassen gestaltet, um den Tieren ein möglichst bärengemäßes Leben zu ermöglichen. Viele der Bären haben erst hier zu ihrem natürlichen Verhalten zurückgefunden und sind nach ihrer Ankunft im BÄRENWALD zum ersten Mal in Winterruhe gegangen. Dieses Projekt dient in erster Linie natürlich dem Schutz der Bären, ist aber auch ein wichtiger Teil der Aufklärungs- und Bildungsarbeit, die sich VIER PFOTEN zum Ziel gesetzt hat, um den Tierschutzgedanken in der Bevölkerung zu etablieren.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.baerenwald-mueritz.de

Gern vermitteln wir Ihnen ein Interview mit VIER PFOTEN Bären-Experte Carsten Hertwig

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